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Anzeichen      Nicht jeder Zwang ist krankhaft      Verlauf über Jahre      Einflüsse      Männer und Frauen sind betroffen
Die Krankheit verläuft meist über Jahre

  • Die meisten Menschen, die an einer Zwangserkrankung leiden, werden nicht behandelt.
  • Nur bei 5 % aller Betroffenen wird überhaupt erkannt, dass es sich um eine Zwangserkrankung handelt.
  • Nur wenn dies bekannt ist, können die richtigen Massnahmen ergriffen werden.
  • Und nur dann können die Patienten wieder ihre frühere Lebensqualität zurückgewinnen

Wenn Menschen schliesslich professionelle Hilfe bekommen, haben sie meist eine 15-jährige Leidensgeschichte hinter sich, bis sie von der Behandlung profitieren können. Bei erwachsenen Zwangserkrankten ist der Verlauf z.B. folgender:



Das ist zu lange! Das muss nicht sein.

Bemerken Sie mögliche Anzeichen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber.

Das Erkennen der Krankheit wird durch zwei Dinge erschwert:
  • Die Betroffenen versuchen, Ihre Gedanken und Handlungen geheim zu halten, da sie deren Sinnlosigkeit spüren und befürchten, verrückt zu sein. Einen zusätzlichen Grund, die Krankheit zu verbergen liefern manchmal die Inhalte der Gedanken, die aggressiv, obszön und peinlich sein können.
  • Die ersten Anzeichen werden oft erst im Nachhinein als Vorboten erkannt. Am Anfang scheinen die Zwänge zwar befremdlich, doch helfen sie den Betroffenen oft dabei, mit ihren Ängsten umzugehen. Manchmal verschwinden die Symptome auch wieder für einige Zeit. Mit dem Ausmass der Symptome steigt auch der Leidensdruck. Diese schleichende Entwicklung macht es den Betroffenen schwer festzustellen, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt an einer Krankheit leiden.